Rezensionen über Anne Hartkamp im Rahmen anderer Projekte sowie als Sidewoman bzw. Gast

nrwjazz.net, 31.10.2014
"(...) beim gestrigen Konzert war jeder Platz besetzt. Die Tatort Jazz-Hausband mit Roman Babik am Flügel, Uwe Kellerhoff an den Drums und in der Vertretung von Alex Morsey mit Caspar van Meel am Kontrabass begleitete den Gast des Abends: die Kölner Vokalistin Anne Hartkamp. Von der vielfach talentierten Sängerin und Komponistin wird ein Strauß unterschiedlicher Fremdkompositionen wie die zwei Cassandra Wilson-Titel you belong to you und subatomic blues oder einer textlosen bluesigen Version von Ornette Colemans turnaround und einer Reihe von Eigenkompositionen geboten.

Ob bei den Interpretationen des „Fremdmaterials“ oder bei den eigenen Songs – Anne Hartkamp gelingt bei jedem Stück eine besondere Interpretation, sie zeigt jeweils eine besondere Facette ihres umfangreichen Könnens – vital kräftige und vielfältig nuancierte Stimme, mitreißende wechselnde Rhythmik, balladeske ruhig-stimmungsvolle Bögen in den stillen Stücken wie in ihrer Eigenkomposition not a word. Selbstredend verfügt sie über ein ansehnliches Reservoir an stimmlichen Registern, in die Stimmakrobatik mischt sich Wortakrobatik – mit Worten, ohne selbige, mit Wortfetzen einer Phantasiesprache oder in gekonntem Scat.

Die in ihrem Duo-Projekt mit dem Gitarristen Philipp van Endert vielfach gelobte Korrespondenz der Stimme Anne Hartkamps mit dem Instrument ist auch an dem Abend im Bochumer Kunstmuseum zu spüren: Ob in den feinsinnigen Dialogen mit Caspar van Meels Kontrabass oder mit Roman Babiks Piano-Läufen – es ist erstaunlich, mit welch scheinbarer Leichtigkeit, mit welch gemeinsamer Spielfreude der Vokalgast in das Ensemblespiel integriert und von dem Trio unterstützt wird, wie die gemeinsame Improvisation und die Interaktionen gemäß dem Konzept von Tatort Jazz ohne eine lange Probephase oder eine gemeinsame längere Spielerfahrung von Gast und Tatort Jazz-Team gelingen. Ein gelungener Abend im zur Jazz-Bar mutierten Kunstmuseum!" (Heinrich Brinkmöller-Becker)

Schleibote, 11.2.2013
"...zog die Zuhörer in seinen Bann, erst recht als Sängerin Anne Hartkamp das Mikrophon in die Hand nahm. Beinahe magisch (...) Atemlos lauschend (...) Anne Hartkamps schamanisch-archaisch anmutende[n] Gesänge[n]...." ("Northern Mystics"-Tour mit Richard Wester)

Oberhessische Zeitung Alsfeld, 28. Mai 2012
"Langanhaltende Standing Ovations, große Begeisterung... Gänsehautgarantie..."

Rheinische Post Düsseldorf, 30. Mai 2011 von Barbara Steingießer
Die Schmiede jazzt für Japan
Ein wenig erinnerte die Veranstaltung an die traditionelle Weihnachts-Session, die alljährlich wenige Tage vor dem Fest in der Jazz-Schmiede stattfindet. Und doch war alles anders.
Zwar trafen sich auch diesmal die Düsseldorfer Jazzmusiker, um gemeinsam vor vollem Haus zu musizieren, doch war es keine spontane Session, sondern ein Konzert mit wohlüberlegtem Programm. Auch hatte die Mehrzahl der Musiker ihre Alltagskleidung gegen schwarze Garderobe vertauscht, denn der Anlass war ernst. Der Verein "Jazz in Düsseldorf" hatte sich dazu entschlossen, ein Benefizkonzert für die Menschen zu veranstalten, die von der Katastrophe in Japan betroffen sind. Die Idee dazu sei im Gespräch mit dem japanischen Klavierstimmer entstanden, erklärte Peter Weiss, Vorsitzender des Vereins und künstlerischer Leiter der Jazz-Schmiede.
13 Musiker und Musikerinnen waren gekommen, gruppierten sich immer wieder neu und boten dem Publikum bei freiem Eintritt zwei Stunden Konzertgenuss, bevor zum Ausklang der Film-Klassiker "Jazz an einem Sommerabend" gezeigt wurde. Dem Anlass entsprechend waren es vor allem die zarten und verhaltenen Stücke, die das Publikum bewegten, wie die verlangsamte Country-Ballade "Before Sunrise" des Bassisten André Nendza, zu der Sängerin Anne Hartkamp einen hinreißend melancholischen Text geschrieben hat.
Die sonst temperamentvoll-vitale Vokalistin sang hier mit zerbrechlicher Stimme gegen die Morgendämmerung an: "The light's too loud, I'd rather stay in silence. / Night has been a better friend to me." (Das Licht ist zu laut, ich bliebe lieber in der Stille. / Die Nacht war mir ein besserer Freund.)
Ähnlich beeindruckte auch das Solo-Stück "Kavana" des jungen israelischen Pianisten Omer Klein, in dem Elemente aus Jazz, Barockmusik und Folklore anklangen. Er mag Musik, die "traurig und hoffnungsvoll" zugleich ist.
Apropos: Das Publikum spendete insgesamt 1515 Euro.


Siegener Zeitung, 21.01.2011
"Ellingtons Sacred Concert und mehr:
Eine ungemein variable Stimme plus eine herrlich positive Ausstrahlung - das sind Pfunde, mit denen die Sängerin Anne Hartkamp wuchern kann (Bildunterschrift) (...) die Sängerin Anne Hartkamp war eine ideale Besetzung, spielte großartig mit dem Reichtum ihrer variablen Stimme und bestach mit ihrer positiven Ausstrahlung (...)"


derwesten.de, 20.01.2011
"Große Potentiale genutzt
(...) Die Jazzsängerin Anne Hartkamp gestaltete ihren Anteil virtuos und dabei packend und anrührend (...)"

osthessen news, 14.5.2008
„Pfingstmusiktage: Quintett um die Sängerin Anne Hartkamp überzeugte
... [Das Quintett mit Hubert Winter (ts), Michael Flügel (p), Felix Wiegand (b) und Berthold Möller (dr)] gestaltete Standards des Jazzrepertoires in ganz neuer und origineller Art und Weise... Anne Hartkamp zeigte eine in ihren Klangfarben ausgesprochen wandlungsfähige und zugleich stets kontrollierte Stimme vor allem in ihren Scat-Improvisationen. ... Faszinierend, wie spannungsreich das rhythmische und melodische Zusammenspiel der fünf Musiker zu erleben war, und das nicht nur in den arrangierten Passagen, sondern gerade in den Imrpovisationen, in denen man immer wieder sensibel und voller Aufmerksamkeit aufeinander reagiert und miteinander interagierte. ... immense Freiheit in Dynamik und Tempo...“


Westfalenpost Balve, 24.08.2008:
Als Solistin sowie Arrangeurin beim Konzert in der Balver Höhle, mit PeeWee Bluesgang und Gospelchor Letmathe, 22.08.2008:
„...mit Stimmgewalt und Ausdrucksfreude lieferte sie sich mit den Gospelsängern einen Wechselgesang, der mehr als nur einen Gänsehaut-Moment bot... „[Anne Hartkamp hat] die Stücke der Peewees für unseren Chor arrangiert... Mit Erfolg. Sie schaffte in Stücken wie „California“ oder „Sweet Blue Angel“ die Symbiose aus Blues und Gospel...“


Lauterbacher Anzeiger:

Sa/So., 15./16. September 2007 Duke Ellington: „Sacred Concert“, Alsfeld u. Lauterbach
"Spontane stehende Ovationen....Bewegend gingen Profimusiker, Bigband und Chor in einem harmonierenden und mitreißenden musikalischen Miteinander auf...Gesang, der durch und durch ging...mit einem bestechenden Solo von Anne Hartkamp......schlug die Besucher...in ihren Bann...."


Der Westfälische Anzeiger, Hamm:

Sa/So., 27./28. Oktober 2007, Iserlohn-Letmathe und Hamm, Ralf Grössler: "Missa parvulorum dei" mit dem Gospelchor der Friedenskirche Letmathe
"...Dem ausgezeichneten Gesang des wunderbar integrierten Chors setzte Anne Hartkamp das vokale Sahnehäubchen auf. Die ausdrucksstarke Stimme der Sängerin, Liederschreiberin und Komponistin ist sowohl klassisch geschult als auch für den Jazzgesang ausgebildet und stellte so in diesem Rahmen die Optimalbesetzung dar. Ganz gleich ob solo, im Wechsel mit dem Chor oder gemeinsam - immer schien ihr Beitrag über allem zu schweben...."


Mit Gunter Hampels Next Generation:
SVZ - 16. Juni 1997
"Am Freitagabend gab es im Gartenhof des Schleswig-Holstein-Hauses wieder einmal Jazz...Gunter Hampel, der dieses Jahr sechzig wird,...eine Legende schon heute. ...Die vier jungen Instrumentalisten um Hampel, Sängerin Magnolia, Sänger Shaun und die drei Rapper siegten mit Vielschichtigkeit, Groove und frecher Frische über Smalltalk, Bier und Bratwurst. ...Eine ausgedehnte Zugabe offenbarte noch einmal die großartige Fähigkeit des junggebliebenen Altmeisters und der Jungen, in disziplinierter Improvisation die Stilghettos zu durchbrechen."


Eldenaer Jazzfestival, OZ 15.7.2003
„Wortwörtlich getanzt wurde sodann bei Gunter Hampels „Next Generation“: Mit zwei Straßentänzern [Breakdancern], einem Rapsänger, Schlagzeuger und Saxophonisten stellte der Talentscout gleich eine ganze Riege von Nachwuchskünstlern vor, die hier ihren eigenen jugendlichen Geist entfalten konnten. Der zwischen Vibraphon, Bassklarinette und Flöte wechselnde Hampel, vor allem aber die Sängerin Anne Hartkamp spornten die jungen Mitspieler mit motivischen Improvisationen zu lebhafter Kommunikation an, die viel Applaus und viele Zugaben zur Folge hatte.“

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